Interviews mit unseren Lehrern/-innen
Eine Schülergruppe hat im Dezember 2010 einige Lehrer/-innen interviewt.
Was würden Sie machen, wenn Sie kein Lehrer wären?
Anwältin
Was mögen Sie an Schülern?
Neugier
Was ärgert Sie an Schülern?
Desinteresse
Wie sind Sie zum FRG gekommen?
Ich habe mich um eine Versetzung bemüht, weil ich gern in den Landkreis Lüchow-Dannenberg zurückkehren wollte.
Beschreiben Sie die Schule mit drei Worten.
Entspannt, freundlich, offen
Freitag vor Ferienanfang: Knallharter Unterricht oder Film gucken?
Je nachdem
Wenn Sie etwas an unserem Bildungssystem ändern könnten, was wäre es?
Zurück zu G9
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Lesen, reisen
Fast Food oder gesunde Ernährung?
Vor allem Bio
Wochenende: Wann klingelt der Wecker?
Gar nicht
Ihr liebstes Urlaubsziel?
Bali
Fernsehabend: Was gucken Sie immer wieder gerne und wo schalten Sie sofort weiter?
a.) Talkshows, b.) Volksmusik
Macht das Unterrichten im Laufe der Jahre eher mehr oder eher etwas weniger Spaß?
Weniger, weil wir immer mehr Inhalte / Kompetenzen vermitteln müssen
Aus welcher Motivation heraus sind Sie Lehrerin geworden und wann haben Sie Ihren Entschluss im praktischen Unterricht zum ersten Mal bereut?
Ich möchte Schüler in ihrer Entwicklung begleiten. Dieses Ziel gerät ins Wanken, wenn ich merke, dass Schüler an ihrer eigenen Entwicklung wenig Interesse haben.
Wenn Sie wüssten, dass nächste Woche die Welt untergeht: Müssten wir immer noch Dinge zum Pluralismus lernen? Oder wären andere Unterrichtsinhalte sinnvoller? Oder lohnt sich Unterricht dann gar nicht mehr?
Unterricht?? Spaß haben!
Denken Sie, dass Sie Ihren Job gut machen? Was könnten Sie noch verbessern?
Meine Ungeduld zügeln
Freitag vor den Ferien, 6. Stunde: Knallharter Unterricht oder Film gucken?
Was ihr wollt.
Wem würden Sie gerne begegnen?
Antonius und Kleopatra.
Freitagabend: spannender Fim, Bar, Disko oder gutes Buch?
Maß für Maß.
Was würden Sie Schülern sagen, die Lehrer werden wollen?
Wie es euch gefällt.
Wie finden Sie die Smartboards?
Viel Lärm um Nichts.
Was würden Sie machen, wenn Sie kein Lehrer wären?
Gute Frage – schwer zu sagen: Vielleicht wäre ich Rechtsanwalt oder Geschäftsmann? Heute würde ich vielleicht Informatik studieren.
Was mögen Sie an Schülern?
Ihre Freundlichkeit, ihre Höflichkeit und natürlich ihre Motivation, Neues zu lernen.
Was ärgert Sie an Schülern?
Wenn sie permanent zu spät kommen und dadurch den Unterricht stören.
Wie sind Sie zum FRG gekommen?
Ich habe mich 2005 auf eine Funktionsstelle beworben, wie ihr wisst als Oberstufenkoordinator.
Ich war bereits vor meiner Zeit als Fachberater des Goethe-Instituts in Dannenberg, und zwar von 1994 bis 1998.
Beschreiben Sie die Schule mit drei Worten.
Freundlich – nett – unproblematisch
Freitag vor Ferienanfang: Knallharter Unterricht oder Film gucken?
Muss nicht gerade Film sein, aber auf keinen Fall „knallharten Unterricht“! Wozu?
Wenn Sie etwas an unserem Bildungssystem ändern könnten, was wäre es?
Ich würde insgesamt mehr Leistung verlangen und stärker differenzieren! Einerseits Brücken bauen („fördern“) – andererseits aber einfach mehr verlangen. Damit muss man jedoch rechtzeitig anfangen, eigentlich schon im Kindergarten, weil Kinder im Grunde immer dazulernen wollen, sie langweilen sich sonst sehr schnell. Ich würde auch Schülern/-innen bei sehr guten Leistungen erlauben, bis zu drei Klassen zu überspringen. Und wenn jemand nicht so gut klar kommt, dann macht er eben 2 – 3 Jahre mehr! Thomas Mann hat sich damals in Lübeck nur gelangweilt und fand seine Lehrer schrecklich, er hat drei Klassen wiederholt und gimg dann nach der 10. Klasse ab, ohne Abitur. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Schüler und Lehrer in einem Boot sitzen und gemeinsam aus der Schule (das heißt aus dem täglichen Lernprozess) das Beste machen sollten.
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Manchmal allein, manchmal mit meiner Frau: Ich reise gern und lese viel. Auch Zeitungen. Außerdem verbringe ich relativ viel Zeit im Internet. Dort kann man sein Lernen heute weitgehend selbst gestalten.
Fast Food oder gesunde Ernährung?
So gut wie nie – und möglichst immer.
Was war Ihr peinlichster Moment im Unterricht?
Irgendwie haben alle gelacht, ich wusste allerdings nicht warum. War aber eher harmlos und hat auch nur 60 Sekunden gedauert, also durchaus auszuhalten.
Wenn Sie ein Fach abgeben müssten, welches wäre es?
Das geht bei mir nicht, Deutsch und Englisch, beide sind mir gleich wichtig. Ich habe auch – trotz der hohen Korrekturbelastungen – mit Bedacht diese beiden Fächer gewählt. Ich könnte mir noch vorstellen, Mathematik, Philosophie sowie Werte und Normen zu unterrichten.
Wochenende: Wann klingelt der Wecker?
Gar nicht!
Was erwartet einen Schüler, der seine Hausaufgaben nicht erledigt hat?
Er muss das erklären ohne zu lügen und bekommt dann einen neuen Auftrag.
Ihr liebstes Urlaubsziel?
Südafrika, Namibia und Australien, dort wohnt auch ein Teil meiner Familie.
Vervollständigen Sie: „Was du heute kannst besorgen, das…!“
…verschiebe nicht auf morgen“! Ist mir zwar nicht immer wichtig, allerdings arbeite ich gern Dinge weg, die mich sonst zu sehr einschränken bzw. belasten.
Wie waren Sie als Schüler?
Im oberen Drittel, es gab allerdings keine 1 –er und eher selten 2-er. Ein gutes Zeugnis lag also bei etwa 2,5. Allerdings gab es keinen NC – Noten war also nicht so wichtig wie heute!
Zu welcher Musik können Sie entspannen?
Gute Popmusik wie Pink Floyd, Queen, Beatles, Stones u.a.m. Klassik auch, aber eher selten!
Fernsehabend: Was gucken Sie immer wieder gerne und wo schalten Sie sofort weiter?
Günther Jauch, manchmal „Hart aber fair“ – und immer wieder Tagesschau und Tagesthemen, aber auch BBC.
Ich schalte nach 30 Minuten Nachrichten in der Regel aus, der wichtigste Schalter für mich!
Ein Schüler spielt Ihnen einen Streich: Wie reagieren Sie?
In der Regel gelassen, kommt darauf an welcher Art. Ich mag keine fiesen / miesen Leute.
Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Laptop, Hammer und Säge.
Wem würden Sie den Friedensnobelpreis verleihen und warum?
Wenn Mandela ihn nicht schon hätte: Mandela! Der konnte verzeihen, trotz des Unrechts, das man ihm über Jahrzehnte angetan hat. Und er kann immer noch über sich selbst lachen und ist ein fröhlicher Mensch. Den bewundere ich wirklich!
Wie belohnen Sie einen besonders fleißigen Schüler?
Das kommt auf das Ergebnis und die Leistungen an, auf jeden Fall positiv.
Welche Utensilien vermissen Sie im Lehrerzimmer?
Kreide, ansonsten ist alles ok.
Macht das Unterrichten im Laufe der Jahre eher mehr oder eher etwas weniger Spaß?
In der Oberstufe macht es mir fast immer Spaß – es sei denn, die Schüler sind völlig lustlos, was selten vorkommt. Mittelstufe kann manchmal nervig sein, aber ich unterrichte insgesamt immer noch gern.
Aus welcher Motivation heraus sind Sie Lehrer geworden und wann haben Sie Ihren Entschluss im praktischen Unterricht zum ersten Mal bereut?
Ich habe als Schüler gute, mittelmäßige und leider auch einige schlechte Lehrer gehabt, vor allem in den Naturwissenschaften. Ich fand Schule immer interessant und auch gesellschaftlich wichtig. Ich hatte damals drei Möglichkeiten: Medizin, Jura und Lehrer am Gymnasium. Ich habe mich für das Lehramt entschieden, weil ich – vermutlich – über die anderen genannten Disziplinen zu wenig wusste.
Wenn Sie wüssten, dass nächste Woche die Welt untergeht: Müssten wir deutsche oder englische Kommunikation immer noch lernen? Oder wären andere Unterrichtsinhalte sinnvoller? Oder lohnt sich Unterricht dann gar nicht mehr?
Nie aufgeben – es kommt (meist) anders als man denkt, und von Weltuntergangsstimmung habe ich noch nie etwas gehalten! Menschen überleben Krisen und Kriege, daran nehme ich mir ein Beispiel.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf besonders: Das Lehren, die Konfrontation mit neuen Individuen oder zu sehen, wie sich die Schüler entwickeln?
Lehren selbst macht Spaß, aber nur gemeinsam mit den Schülern/-innen. Insofern halte ich gern Kontakt zu meinen ehemaligen Schülern/-innen und freue mich, wenn ich über ihren meist erfolgreichen Weg etwas erfahre.
Denken Sie, dass Sie Ihren Job gut machen? Was könnten Sie noch verbessern?
Das sollen andere beurteilen, verbessern lässt sich immer etwas.
Was für ein Gefühl ist es, seine Schüler mit einem bestandenen Abitur zu sehen?
Ich denke dann immer „geschafft“ – das habt ihr toll gemacht! Das gilt auch gerade für diejenigen, die es knapp erreicht haben und sich sehr angestrengt haben. Wer es bis zur Abizulassung schafft, der sollte das Abitur dann auch bestehen. Das wünsche ich jedem ohne Ausnahme.
Ist es etwas Besonderes, mit Heranwachsenden zu arbeiten?
Es kann manchmal schwierig sein und erfordert Fingerspitzengefühl. Am besten, man hat selbst eigene Kinder zum Abitur begleitet, das hilft enorm.
Wie wirkt sich ihre Arbeit auf ihr Privatleben aus?
Ich hatte oft für meine beiden Kinder und meine damalige Frau zu wenig Zeit! Es gab Jahre, da habe ich in den Ferien bis zu 100 Stunden korrigieren müssen, Samstags 4 Stunden Unterricht und Sonntag bis zu 6 Stunden Arbeit. Ich habe wöchentlich zwischen 60 und 70 Stunden gearbeitet und hatte nur die Sommerferien, um mich von der Schule richtig zu erholen. Pro Jahr musste ich bis zu 36 Klassenarbeiten und Klausuren – bei 39 Schulwochen – korrigieren!
Wenn sie jetzt Abitur schrieben würden, würden Sie bestehen?
Na klar! Abitur ist heute für gute und durchschnittliche Schüler/-innen überhaupt kein Problem.
Beurteilen Sie folgenden Satz: „Es bringt Vorteile, Beamter zu sein.“
War mir immer völlig egal – jetzt mit 61 Jahren freue ich mich natürlich über die Absicherung! Aber die hätte ich in jedem anderen Beruf auch gefunden. Ich sehe also grundsätzlich keine Vorteile. Wäre ich entlassen worden, hätte ich neu angefangen.
Was hat sich während ihrer Laufbahn am meisten verändert?
Die Leistungen haben insgesamt nachgelassen, eher durchschnittliche Leistungen werden heute oft überbewertet.
Kommentieren Sie: „Lehrer ist ein Halbtagsjob“
Unsinn! Hamburg hat ja ein neues Modell entworfen, man kann schulformbezogen die Zahlen nachlesen: Die Belastung in den Gymnasien liegt ganz oben, allerdings mit breiter Streuung zwischen 900 und 3500 Zeitstunden pro Jahr / bei 30 Urlaubstagen! Bis zu 1000 Korrekturstunden pro Jahr für Deutsch – und Englischlehrer. Dem ist nichts hinzuzufügen!
Endlich Feierabend: Gucken Sie einen spannenden Film oder lesen Sie ein gutes Buch?
Beides, je nach Wochentag und Laune. Zur Zeit lese ich eine Biographie über Thomas Mann.
Sie korrigieren eine Klausur und sehen, dass Ihre Schüler genau das nicht befolgt haben, was Sie Ihnen oftmals gepredigt haben. Wie reagieren Sie?
Das kommt immer wieder vor, ich bleibe gelassen und wiederhole das Wichtige erneut.
Was mögen sie an Schülern?
Neugier
Was ärgert Sie an Schülern?
Unaufmerksamkeit
Wie sind Sie zum FRG gekommen?
Als Schüler mit dem Bus
Freitag vor Ferienanfang: Knallharter Unterricht oder Film gucken?
50%/50%
Wenn sie etwas an unserem Bildungssystem ändern könnten, was wäre es?
Zu viel.
Wie verbringen sie ihre Freizeit am liebsten?
In der Natur mit Familie.
Fast Food oder gesunde Ernährung?
Gesunde Ernährung
Was war ihr peinlichster Moment im Unterricht?
Fehlt noch
Wochenende: Wann klingelt der Wecker?
Gar nicht
Vervollständigen Sie : „Was du heute kannst besorgen, das…!“
Mach jetzt!
Wie waren Sie als Schüler?
Die Frage ist unfair.
Fernsehabend: Was gucken Sie immer wieder gerne und wo schalten sie sofort weiter?
Ich schalte bei Talkshows sofort weiter.
Ein Schüler spielt Ihnen einen Streich: Wie reagieren Sie?
Spontan.
Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Meine Frau und die Kinder.
Aus welcher Motivation heraus sind Sie Lehrer geworden und wann haben Sie ihren Entschluss im praktischen Unterricht zum ersten Mal bereut?
1.Herr Thiele sprach mich an.
2.Noch gar nicht.
Denken Sie, dass Sie ihren Job gut machen? Was könnten Sie noch verbessern?
Langsamer reden.
Ist es etwas Besonderes, mit Heranwachsenden zu arbeiten?
Wenn sie mitmachen, ja.
Wenn Sie jetzt Abitur schreiben würden, würden Sie bestehen?
Ich hoffe.
Kommentieren Sie: „ Lehrer ist ein Halbtagsjob“
Nette Idee.
Endlich Feierabend: Gucken Sie einen spannenden Film oder lesen Sie ein gutes Buch?
Einen spannenden Film.
Sie korrigieren eine Klausur und sehen, dass Ihre Schüler genau das nicht befolgt haben, was Sie ihnen oftmals gepredigt haben. Wie reagieren Sie?
Ich prüfe, was ich falsch gemacht habe.
Was würden Sie machen, wenn Sie keine Lehrerin wären?
Ärztin
Was mögen Sie an Schülern?
Ihre Offenheit
Was ärgert Sie an Schülern?
Faulheit
Freitag vor Ferienanfang: Knallharter Unterricht oder Film gucken?
Eher Unterricht, wenn es sich um die Oberstufe handelt.
Wenn Sie etwas an unserem Bildungssystem ändern könnten, was wäre es?
Inhalte reduzieren und mehr Lehrer einstellen.
Wie verbringen Sie ihre Freizeit am liebsten?
Lesen, Musik hören, in der Natur sein.
Fast Food oder gesunde Ernährung?
Gesunde Ernährung
Was war Ihr peinlichster Moment im Unterricht?
Ich wollte in einer Klasse eine Arbeit schreiben und habe die Unterlagen zu Hause vergessen.
Wenn Sie ein Fach abgeben müssten, welches wäre es?
Ich unterrichte beide Fächer gerne.
Wochenende: Wann klingelt der Wecker?
Gar nicht.
Vervollständigen Sie: „Was du heute kannst besorgen, das…!“
…verschiebe nicht auf morgen.
Wie waren sie als Schüler?
Die Frage ist unfair.
Zu welcher Musik können Sie entspannen?
Klassische Musik.
Fernsehabend: Was gucken Sie immer wieder gerne und wo schalten Sie sofort weiter?
Ich schaue gerne Krimis und Science-Fiction.
Ein Schüler spielt Ihnen einen Streich: Wie reagieren Sie?
Situationsbedingt.
Macht das Unterrichten im Laufe der Jahre eher mehr oder eher etwas weniger Spaß?
Ohne Zeitdruck würde es mehr Spaß machen.
Aus welcher Motivation heraus sind Sie Lehrerin geworden und wann haben Sie ihren Entschluss im praktischen Unterricht zum ersten Mal bereut?
Ich arbeite gerne mit Jugendlichen und habe es noch nie bereut.
Wenn Sie wüssten, dass nächste Woche die Welt untergeht: Müssten wir immer noch lernen? Oder wären andere Unterrichtsinhalte sinnvoller? Oder lohnt sich Unterricht dann gar nicht mehr?
Andere Unterrichtsinhalte wären sinnvoller.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten: Das Lehren, die Konfrontation mit neuen Individuen oder zu sehen, wie sich die Schüler entwickeln?
Alles gleichermaßen.
Denken Sie, dass sie Ihren Job gut machen? Was könnten Sie noch verbessern?
Schüler selbstständiger arbeiten lassen.
Ist es etwas Besonderes, mit Heranwachsenden zu arbeiten?
Natürlich ist es etwas Besonderes, man hat eine große Verantwortung.
Wie wirkt sich ihre Arbeit auf ihr Privatleben aus?
Das Privatleben kommt zu kurz
Wenn sie jetzt Abitur schreiben würden, würden Sie bestehen?
Nein.
Was hat sich während ihrer Laufbahn am meisten verändert?
Den Lehrern wurden viele Freiheiten genommen.
Was mögen Sie an Schülern?
Ich mag, dass sie (die meisten) immer wieder neue Ideen haben und mich immer wieder herausfordern.
Was ärgert Sie an Schülern?
Ich ärgere mich, wenn Schüler/innen aus Faulheit oder Gleichgültigkeit schlechte Leistungen bringen, obwohl sie Besseres bieten könnten. Unfreundliche und dumme Bemerkungen ärgern mich auch.
Wochenende: Wann klingelt der Wecker?
Wenn’s geht, gar nicht.
Ihr liebstes Urlaubsziel?
Ostsee.
Macht das Unterrichten im Laufe der Jahre eher mehr oder eher etwas weniger Spaß?
Mir hat es von meinem ersten Unterrichtsversuch als Studentin an Spaß gemacht, und das ist auch nach elf Jahren Schuldienst (mit Unterbrechung) noch so. Natürlich gibt’s auch Momente, in denen der Spaß sich in Grenzen hält, aus welchen Gründen auch immer.
Aus welcher Motivation heraus sind Sie Lehrerin geworden und wann haben Sie Ihren Entschluss im praktischen Unterricht zum ersten Mal bereut?
Ich wollte gern mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben und an Themen arbeiten, die mich interessieren. Vor allem die musikalische Arbeit hat mich gereizt. Auf keinen Fall wollte ich einen Acht-Stunden-Büro-Job, bei dem ich eine Tätigkeit verrichte, die nicht viel bewirkt. (Einen solchen hatte ich vor meinem Studium…).
Wirklich bereut hab ich meinen Entschluss nie, im Gegenteil.
Was für ein Gefühl ist es, seine Schüler mit einem bestandenen Abitur zu sehen?
Es macht mich sehr stolz, dass ich sie hab heranwachsen sehen und ihren Erfolg mit möglich gemacht habe. Ich bin ein bisschen neidisch, dass sie ganz am Anfang stehen und alle Möglichkeiten haben, sich für einen Weg zu entscheiden, und froh, dass ich meinen Weg schon gefunden habe.
Diese Gefühle hab ich übrigens auch bei den Schulkonzerten.
Wenn Sie jetzt Abitur schrieben würden, würden Sie bestehen?
In den Fächern Deutsch und Musik sicherlich. In Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern würde ich vermutlich kläglich scheitern.
Beurteilen Sie folgenden Satz: „Es bringt Vorteile, Beamter zu sein.“
Als ich den Beruf ergriffen hab, war es mir egal, aber in Zeiten wirtschaftlicher Krisen erlebe ich die Sicherheit einer Beamtin als großen Vorteil. Außerdem hatte ich eine leichte Wiedereinstiegsmöglichkeit in den Beruf nach der Erziehungszeit.
Kommentieren Sie: “Lehrer ist ein Halbtagsjob.”
Ha ha ha.
Wenn sie jetzt Abitur schrieben würden, würden Sie bestehen?
Nein, das wüssten die Naturwissenschaften vermutlich zu verhindern.
Beschreiben Sie den perfekten Schüler mit drei Adjektiven!
Intelligent, zweifelnd, ergebnisorientiert.
Wann haben Sie Ihre Berufswahl erstmals bereut?
Im Referendariat, als ich feststellen musste, dass der Beruf Lehrer aus sehr viel Arbeit besteht. Neben dem Unterrichten selbst muss man ja schließlich auch noch vorbereiten, korrigieren, Noten machen und vieles mehr.
Wann klingelt der Wecker am Wochenende?
Gar nicht!
Wenn Sie wüssten, dass nächste Woche die Welt untergeht: Müssten wir das Verfassen von Erörterungen immer noch lernen?
Nein, ich denke, dass es dann wichtigere Dinge gibt.
Wieso lehren Sie am Gymnasium und nicht an anderen Schulzweigen?
Ich habe früher auch schon an der Hauptschule Religion unterrichtet, damals noch als Katechet (Anm: Unter Katechet versteht man heutzutage Religionslehrkräfte, die der evangelischen oder römisch-katholischen Kirche unterstellt sind und in Anlehnung an das allgemeine Lehrerstudium von deren Instituten dazu ausgebildet wurden, an deutschen öffentlichen Schulen ausschließlich das Fach Religion zu unterrichten.). Mittlerweile unterrichte ich am Gymnasium, da ich früher auch Gymnasiast war und diesen Schulzweig von daher schon kannte.
Freitag vor den Ferien: Wird ein Film geguckt oder knallharter Unterricht gemacht?
Ich halte einen Film für pädagogisch wertvoller.
Welche Fächer konnten Sie früher zum Verzweifeln bringen?
Mathe und Chemie.
Was würden Sie einem Schüler mit auf dem Weg geben, der Lehrer werden möchte?
Ich würde Ihm sagen, dass es ein toller Beruf ist, der viel Abwechslung und wenig Routine mit sich bringt.
Was würden Sie jetzt machen, wenn Sie kein Lehrer geworden wären?
Ich wäre wahrscheinlich Pastor. Das war auch mein ursprünglicher Plan, der jedoch scheiterte, da die Kirche nicht ausreichend Kapazitäten hatte.
Was würden Sie machen, wenn Sie kein Lehrer wären?
Ein ehemaliger Gerichtsdozent von mir hat jetzt einen Versandhandel für schottischen Whiskey. Wer weiß, ob das auch eine Option gewesen wäre.
Wochenende: Wann klingelt der Wecker?
Gar nicht. Aber ich wache meist sowieso ohne Wecker auf, wenn ich vorher eine Zeit festgelegt habe.
Ihre liebsten Urlaubsziele?
Mongolei, Korea, Japan, Schottland, Südfrankreich.
Vervollständigen Sie: „Was du heute kannst besorgen, das…!“
…hat manchmal auch Zeit bis morgen.
Wie waren Sie als Schüler?
Fachlich gut, aber wahrscheinlich ziemlich anstrengend, da ich oft genug gegen das Unterrichtsziel gearbeitet habe, wenn mir der Unterricht zu blöd vorgekommen ist.
Zu welcher Musik können Sie entspannen?
Entspannen kann ich am besten, wenn es still ist.
Fernsehabend: Was gucken Sie immer wieder gerne und wo schalten Sie sofort weiter.
Gerne gucke ich historische Dokumentationen, wenn Sie nicht aus dem angelsächsischen Raum oder vom Guido Knopp zum zweiten Weltkrieg gemacht wurden, Anime, Eastern, generell gute Spielfilme, politisches Kabarett, Fußball. Bei Sendungen mit RTL2-nachmittags-Niveau oder schlechten Comedians schalte ich grundsätzlich ab.
Ein Schüler spielt Ihnen einen Streich: Wie reagieren Sie?
Ich revanchiere mich.
Wem würden Sie den Friedensnobelpreis verleihen und warum?
Die meisten Leute, die Ihn verdienen, haben Ihn schon. Spontan fällt mir niemand ein. Statt zweitklassige Statisen und Verlegenheitslösungen zu wählen, fände ich es besser, den Preis auch einmal gar nicht zu vergeben.
Denken Sie, dass Sie Ihren Job gut machen? Was könnten Sie noch verbessern?
Nicht immer. Mir fallen jeden Tag Sachen ein, die ich verbessern könnte. Sobald ich anfange zu denken, dass ich meinen Job gut mache, werde ich selbstzufrieden und beginne, ihn schlecht zu machen.
Wenn Sie jetzt Abitur schreiben würden, würden Sie bestehen?
Bestimmt, aber mit einem schlechteren Ergebnis als vor 15 Jahren. Heute muss man fleißiger sein und in den Prüfungen mehr auswendiggelerntes Wissen parat haben, hingegen weniger übertragenes Denken leisten. Damals hätte ich mich wahrscheinlich auch dafür motivieren können, heute weniger. Vor allem würde es mich heute stärker belasten, für Fächer zu lernen, deren Fachwissen ich die letzten 15 Jahre nicht gebraucht habe. Als ich Abitur gemacht habe, war mir nicht sofort klar, was ich studieren würde, deshalb war mir wichtig, viele Fächer in der Schule weiter zu belegen .
Was würden Sie machen, wenn Sie keine Lehrerin wären?
Irgendetwas anderes mit Kindern. Oder mit Büchern.
Was mögen Sie an Schülern?
Ihre Möglichkeiten (Potential). Und dass es eigentlich nie langweilig wird.
Was ärgert Sie an Schülern?
Wenn sie ihre Möglichkeiten nicht nutzen; oder ihre Energie und Intelligenz darauf verwenden, Unterricht/ Hausaufgaben oder sonstige sinnvolle Tätigkeiten zu vermeiden.
Freitag vor Ferienanfang: Knallharter Unterricht oder Film gucken?
Jedenfalls nicht rumdödeln, das halte ich nicht 6 Stunden lang aus, dann lieber Unterricht. Der kann ja auch mal Spaß machen.
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Freizeit? Naja gut, ich gebe zu, es gibt sie. Also: Lesen, wandern, radfahren … och, da hätte ich noch viele Ideen.
Fast Food oder gesunde Ernährung?
Fast Food eher selten, wenn, dann mit Genuss.
Wochenende: Wann klingelt der Wecker?
Kein Wecker am Wochenende (dafür aber Kinder).
Was erwartet einen Schüler, der seine Hausaufgaben nicht erledigt hat?
6. und 7. Klasse: Eintrag ins Hausaufgabenheft, danach: Standpauke und bei Wiederholung Brief an die Eltern. Entgegen der landläufigen Schülermeinung, Hausaufgaben seien nur ein Mittel der Lehrer, sie auch noch nachmittags zu foltern, erfüllen Hausaufgaben viele sinnvolle Funktionen: Durch die erneute oder vorbereitende Auseinandersetzung wird der Stoff besser verankert (gerade in den Kurzfächern nicht unerheblich). Hausaufgaben sind zudem Übungsmöglichkeit, wo jeder mal in seinem eigenen Tempo vorgehen kann, sie verdeutlichen dem Schüler, seinen Eltern und dem Lehrer (vorausgesetzt, sie sind nicht einfach abgeschrieben), ob der Schüler den Stoff verstanden hat und beherrscht. Ist das nicht der Fall, sollte der Schüler sich auch nicht scheuen, noch einmal nachzufragen!
Wie waren Sie als Schüler?
Ehrgeizig. Außerdem wollte ich eigentlich immer wissen, wie es funktioniert. Das heißt nicht, dass ich mich nicht auch mal im Unterricht gelangweilt hätte. Oder dass es nicht ein Fach gegeben hätte, das ich einfach nicht verstanden habe (zum Glück konnte ich das in der Oberstufe abwählen. Meine entsprechenden Kollegen versichern mir allerdings, es sei verstehbar).
Ein Schüler spielt Ihnen einen Streich: Wie reagieren Sie?
Kommt auf den Streich an: Ist er witzig, so lache ich, ist er gemein, also, das ist mir noch nicht passiert, aber ich glaube, dann würde ich auch unwitzig reagieren.
Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Ich definiere einsame Insel so: Liegt irgendwo in der Karibik, verfügt über Infrastruktur wie Palmen, Quelle, Sandstrand, keine gefährlichen Tiere (aber ein paar nette), nette Wohnhöhle, essbare Früchte. Tja, dann bräuchte ich nur einen Werkzeugkasten, meinen Mann (schon, weil er mit dem Werkzeugkasten umgehen kann) und eine gut gefüllte Bücherkiste. Und da mein Mann nicht zu den „Dingen“ gehört , könnte ich vielleicht auch noch ein Ticket für ein Kreuzfahrtschiff mitnehmen, das in drei Wochen vorbeikommt.
Wie belohnen Sie einen besonders fleißigen Schüler?
Mit einer guten Note im Arbeitsverhalten. Wobei gute Noten aus meiner Sicht eigentlich keine Belohnungen, sondern logische Konsequenzen sind.
Macht das Unterrichten im Laufe der Jahre eher mehr oder eher etwas weniger Spaß?
Bisher: Eher mehr.
Wenn Sie wüssten, dass nächste Woche die Welt untergeht: Müssten wir immer noch Latein lernen? Oder wären andere Unterrichtsinhalte sinnvoller? Oder lohnt sich Unterricht dann gar nicht mehr?
Seneca (derzeitiges Thema im Oberstufenkurs Latein) wäre auch in dieser Situation absolut empfehlenswert, die richtige Einstellung zu Äußerlichkeiten, Affekten und dem Tod – das ist bei ihm ein zentrales Thema. Ich denke, die Lektüre wäre eine gute Vorbereitung auf den Weltuntergang.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten: Das Lehren, die Konfrontation mit neuen Individuen oder zu sehen, wie sich die Schüler entwickeln?
1 + 3, neue Schüler sind auch ganz spannend, aber „Konfrontation“ klingt so negativ. Vielleicht Begegnung?
Denken Sie, dass Sie Ihren Job gut machen? Was könnten Sie noch verbessern?
a) Ja, unbedingt b) Meine Fähigkeit zur Selbstkritik.
Was für ein Gefühl ist es, seine Schüler mit einem bestandenen Abitur zu sehen?
Jedenfalls bedeutend besser, als wenn sie nicht bestanden haben.
Wie wirkt sich ihre Arbeit auf Ihr Privatleben aus?
Das können meine Kinder besser beantworten.
Wenn sie jetzt Abitur schrieben, würden Sie bestehen?
Ja. Frage: Wie?
Was hat sich während ihrer Laufbahn am meisten verändert?
Ich.
Kommentieren Sie: “Lehrer ist ein Halbtagsjob!”
Guter Witz, und Pastoren arbeiten nur sonntags und die Müllabfuhr nur dienstags.
Endlich Feierabend: Gucken Sie einen spannenden Film oder lesen Sie ein gutes Buch?
Da würde ich das Buch eindeutig vorziehen.
Sie korrigieren eine Klausur und sehen, dass Ihre Schüler genau das nicht befolgt haben, was Sie Ihnen oftmals gepredigt haben. Wie reagieren Sie?
Ich würde mich ärgern, dass ich nur gepredigt hätte, und ein Arbeitsblatt mit Übungen zum Einüben der verlangten Vorgehensweise entwickeln.
Was würden Sie machen, wenn Sie kein Lehrer wären?
mein 2. Lieblingsberuf wäre Archäologe
Was mögen Sie an Schülern?
Spontanität und Beharrlichkeit
Was ärgert Sie an Schülern?
wenn keine Selbstmotivation vorhanden ist
Wie sind Sie zum FRG gekommen?
letztlich Zufall, weil hier ein interessanter Job ausgeschrieben war
Beschreiben Sie die Schule mit drei Worten.
Small is beautiful
Freitag vor Ferienanfang: Knallharter Unterricht oder Film gucken?
Kommt drauf an
Wenn Sie etwas an unserem Bildungssystem ändern könnten, was wäre es?
mehr Mittel in die Bildungsinfrastruktur
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
a) Familie b) Hobby
Fast Food oder gesunde Ernährung?
Hier sag ich lieber nichts
Was war Ihr peinlichster Moment im Unterricht?
Als ich erst nach ca. 10 Minuten merkte, dass ich in der falschen Klasse war
Wenn Sie ein Fach abgeben müssten, welches wäre es?
Mein Lieblingsfach ist Physik – also die beiden anderen
Wochenende: Wann klingelt der Wecker?
Ist abgestellt
Was erwartet einen Schüler, der seine Hausaufgaben nicht erledigt hat?
Im Ergebnis eine schlechtere Note
Ihr liebstes Urlaubsziel?
Sonne, Sand, Strand – egal wo
Vervollständigen Sie: „Was du heute kannst besorgen, das…!“
Erfahrung: eine Arbeit, die heute mit 100% Energieinsatz geleistet werden kann, erfordert morgen schon 110%
Wie waren Sie als Schüler?
MA, PH, CH 1 EN, FR 4 bis 5
Zu welcher Musik können Sie entspannen?
Klassik, Chansons, Rolling Stones
Fernsehabend: Was gucken Sie immer wieder gerne und wo schalten Sie sofort weiter?
Jeden Sonntag Tatort
Ein Schüler spielt Ihnen einen Streich: Wie reagieren Sie?
Wenn es ein guter Streich ist, freue ich mich mit den SuS
Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Satellitentelefon und einen riesengroßen gefüllten Kühlschrank
Wem würden Sie den Friedensnobelpreis verleihen und warum?
Greenpeace – jedenfalls nicht Massenmördern, die ihn in der Vergangenheit auch schon bekommen haben.
Wie belohnen Sie einen besonders fleißigen Schüler?
Lob
Welche Utensilien vermissen Sie im Lehrerzimmer?
Mehr Platz
Macht das Unterrichten im Laufe der Jahre eher mehr oder eher etwas weniger Spaß?
gleich geblieben – glaube ich jedenfalls
Aus welcher Motivation heraus sind Sie Lehrer geworden und wann haben Sie Ihren Entschluss im praktischen Unterricht zum ersten Mal bereut?
Bereut eigentlich nicht – wie oben dargestellt wollte ich eigentlich Archäologe werden.
Wenn Sie wüssten, dass nächste Woche die Welt untergeht: Müssten wir immer noch lernen? Oder wären andere Unterrichtsinhalte sinnvoller? Oder lohnt sich Unterricht dann gar nicht mehr?
Ich halt mich an Luther und den Apfelbaum
Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten: Das Lehren, die Konfrontation mit neuen Individuen oder zu sehen, wie sich die Schüler entwickeln?
Alles
Denken Sie, dass Sie Ihren Job gut machen? Was könnten Sie noch verbessern?
Verbessern kann sich jeder.
Was für ein Gefühl ist es, seine Schüler mit einem bestandenen Abitur zu sehen?
Freude, Stolz
Ist es etwas Besonderes, mit Heranwachsenden zu arbeiten?
Klar
Wie wirkt sich ihre Arbeit auf ihr Privatleben aus?
naja Privatleben kommt bei jedem Job, den man ernst nimmt, zu kurz
Wenn sie jetzt Abitur schreiben würden, würden Sie bestehen?
bei der Wiederholungsprüfung würde ich bestehen
Beurteilen Sie folgenden Satz: „Es bringt Vorteile, Beamter zu sein.“
Die Frage ist für wen bringt es Vorteile?
Was hat sich während ihrer Laufbahn am meisten verändert?
Der gesellschaftliche Konsens über Bildung und Schulsystem ist verloren gegangen.
Kommentieren Sie: „Lehrer ist ein Halbtagsjob“
Stimmt genau – 12 Stunden Arbeit im Schnitt pro Tag
Endlich Feierabend: Gucken Sie einen spannenden Film oder lesen Sie ein gutes Buch?
Ich versuche, mich bei meinem Hobby zu erholen
Sie korrigieren eine Klausur und sehen, dass Ihre Schüler genau das nicht befolgt haben, was Sie Ihnen oftmals gepredigt haben. Wie reagieren Sie?
Naja, das ist der Normalfall
Was würden Sie machen, wenn Sie keine Lehrerin wären?
Ich würde auf Mallorca ein hübsches Hotel leiten, in der Bretagne eine kleine Farm bewirtschaften oder an der Uni Göttingen Theologie studieren.
Was mögen Sie an Schülern?
An SchülerInnen mag ich besonders die Spontaneität, Wissbegierde und ihre Begeisterungsfähigkeit ( besonders für Sprachen!!).
Was ärgert Sie an Schülern?
Am meisten ärgert mich, wenn ich Unehrlichkeit feststelle.
Wie sind Sie zum FRG gekommen?
Ich habe vom Bedarf an Spanischunterricht am FRG gehört und als ich gefragt wurde, ob ich nicht in der 9. Klasse unterrichten möchte, sofort zugesagt. Jetzt bin ich mit 4 Stunden ans FRG abgeordnet, unterrichte aber weiter hauptsächlich an der BBS Lüchow.
Beschreiben Sie die Schule mit drei Worten.
Klasse, super, toll.
Freitag vor Ferienanfang: Knallharter Unterricht oder Film gucken?
Es kommt darauf an: Sommerferien? Ich kenne ein paar sehr gute Filme!!
Wenn Sie etwas an unserem Bildungssystem ändern könnten, was wäre es?
Ich würde als Kultusministerin für ein doppeltes Budget kämpfen und mit dem Geld kleine Klassen, freie Lehrmittel und die Förderung benachteiligter SchülerInnen verwirklichen. Außerdem würde ich viel Geld für die Kindergärten bereitstellen, für Leseprojekte und Lese-Patenschaften..Ich weiß: Ich werde nie Kultusministerin, aber Träume darf man doch noch haben!!
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Ich spaziere gerne lange mit unserem Hund ( macht den Kopf frei ), dienstags singe im Chor und ich liebe englische und schwedische Krimis, wenn ich dann noch Zeit habe, male ich oder lerne Niederländisch.
Fast Food oder gesunde Ernährung?
Ausdrücklich beides, aber ausgewogen!
Wenn Sie ein Fach abgeben müssten, welches wäre es?
Leider muss ich seit Jahren auf mein 1. Fach Französisch verzichten.
Wochenende: Wann klingelt der Wecker?
Nicht vor 9 Uhr.
Was erwartet einen Schüler, der seine Hausaufgaben nicht erledigt hat?
Das kommt auf die Gründe an.
Ihr liebstes Urlaubsziel?
Naja, Andalucía, España; Salamanca : Schönste Stadt Spaniens und natürlich immer wieder : la France , mon amour!!
Vervollständigen Sie: „Was du heute kannst besorgen, das…!“
.. verschiebe nicht auf übermorgen.
Wie waren Sie als Schülerin?
Recht gut, keine Überfliegerin, aber schon gut.
Zu welcher Musik können Sie entspannen?
Owl City; Fireflies!! Einfach klasse, wie die ganze CD ‘Ocean Eyes’.
Fernsehabend: Was gucken Sie immer wieder gerne und wo schalten Sie sofort weiter?
Miss Marple, zum 50. Mal, Tatort aus Münster!! Billige amerikanische Serien haben keine Chance!!
Ein Schüler spielt Ihnen einen Streich: Wie reagieren Sie?
Da kommt es wirklich auf den Streich an!!
Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Ganz viel Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 50 !!
Wem würden Sie den Friedensnobelpreis verleihen und warum?
Ich würde den Friedensnobelpreis an die unzähligen Helfer vergeben, die in Haiti, Pakistan und an anderen Brennpunkten und Krisengebieten der Erde humanitäre Hilfe leisten.
Wie belohnen Sie einen besonders fleißigen Schüler?
Lob, Lob, Lob!!
Macht das Unterrichten im Laufe der Jahre eher mehr oder eher etwas weniger Spaß?
Generell mehr!
Aus welcher Motivation heraus sind Sie Lehrerin geworden und wann haben Sie Ihren Entschluss im praktischen Unterricht zum ersten Mal bereut?
Während meiner Oberstufenzeit habe ich bereits Nachhilfestunden gegeben und gute Erfahrungen mit dem Lehren und Erklären gesammelt. – Bereut habe ich meinen Entschluss eigentlich nie ( trotz gelegentlicher “weniger motivierender” Erlebnisse ).
Wenn Sie wüssten, dass nächste Woche die Welt untergeht: Müssten wir immer noch lernen? Oder wären andere Unterrichtsinhalte sinnvoller? Oder lohnt sich Unterricht dann gar nicht mehr?
Lernen lohnt sich immer, es fragt sich , was!! Außerdem würden wir dann erst einmal ein Apfelbäumchen pflanzen….!!!
Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am meisten: Das Lehren, die Konfrontation mit neuen Individuen oder zu sehen, wie sich die Schüler entwickeln?
Ich finde es spannend, die Entwicklung der SchülerInnen zu sehen, für die Sprachen, die ich unterrichte, bedeutet das, zu sehen, wie selbständig die SchülerInnen ihr Ausdrucksvermögen erweitern.
Denken Sie, dass Sie Ihren Job gut machen? Was könnten Sie noch verbessern?
Ich hoffe, dass ich meine SchülerInnen für die Sprachen begeistern kann. Ob ich diese Arbeit wirklich gut mache? Ich gebe mein Bestes, ob es mir gelingt, müssen meine SchülerInnen beurteilen.
Was für ein Gefühl ist es, seine Schüler mit einem bestandenen Abitur zu sehen?
Unbeschreiblich!!!
Wie wirkt sich ihre Arbeit auf ihr Privatleben aus?
Indem ich nicht viel freie Zeit habe, die aber versuche, voll meiner Familie und meinen beste Freunden zu widmen.
Wenn sie jetzt Abitur schreiben würden, würden Sie bestehen?
Da ich meiner Tochter ( Jhg. 12 in Lüneburg )des Öfteren bei ihren Klausurenvorbereitungen über die Schulter schauen kann, kann ich sagen: ich würde in P1 Chemie wohl durchfallen, Mathe wäre machbar und die Sprachen würden gut bis sehr gut ausfallen.
Was hat sich während ihrer Laufbahn am meisten verändert?
Die technischen Möglichkeiten, das Internet, die Vernetzung mit allen Vor- und Nachteilen.
Kommentieren Sie: „Lehrer ist ein Halbtagsjob“
Nach außen hin scheint es oft so, dass mit dem Schulschluss auch der Arbeitstag des Lehrers / der Lehrerin endet. Meine Erfahrung ist eine grundlegend andere: nach dem Stundenende mache ich mir Gedanken darüber, warum eine Stunde nach meiner Einschätzung gut oder weniger gut gelaufen ist, warum ein / Schüler/ eine Schülerin sich ungewöhnlich still oder sehr auffällig verhalten hat, wer welche Hilfen oder eine Ermahnung braucht, um weiter erfolgreich lernen zu können., wie ich den weiteren Unterricht plane…
Endlich Feierabend: Gucken Sie einen spannenden Film oder lesen Sie ein gutes Buch?
Beides!!
Sie korrigieren eine Klausur und sehen, dass Ihre Schüler genau das nicht befolgt haben, was Sie Ihnen oftmals gepredigt haben. Wie reagieren Sie?
Ich versuche, gelassen zu bleiben. Bei der Rückgabe einer solchen Klausur thematisiere ich das allerdings. Meistens reagieren meine SchülerInnen dann auch schon recht selbstkritisch.